Blogbeitrag

Palmsonntag 2014 – jetzt zieht Er bei uns ein!

13. April 2014

nach der Matthäus-Passion

Musste Jesus es denn so weit kommen lassen?! – – –

Er hat halt ein offenes Ohr für das Elend der Menschen: Was für Einschränkungen des Lebens durch Habgier und Herrschsucht von ein paar wenigen Super-Mächtigen und Super-Reichen! Welche unmenschlichen und lebensfeindlichen Kräfte sich da immer mehr durchsetzen, um schließlich alles zu beherrschen!

Und er hat ein offenes Ohr für Gottes Willen, dass es damit ein Ende haben muss! „Gott, der Herr, hat mir das Ohr geöffnet“, hieß es im Prophetenbuch (Jesaja 50,5).

Jesus ist ganz eins mit dem Vater und seinem Willen: Nein, menschliches Leben darf nicht länger so elend kaputt gemacht werden! Dagegen muss er einfach alles tun, was ihm möglich ist – auch wenn es ihn das Leben kostet! Dieser Wille beseelt ihn durch und durch – in höchster Klarheit und Konsequenz. Diesen Geist atmet alles, was er tut – nicht nur halbherzig wie Gutmenschen von unserer Art, sondern uneingeschränkt zuverlässig. Das ist ihm wichtiger als alles andere, auch als seine eigene Haut zu retten. Er würde sonst sein Leben verfehlen. Das verträgt einfach keine Kompromisse.

Und das muss nachhaltig wirken – für alle Zeiten! Eine mächtige Sehnsucht erfüllt ihn.

Und das kann nicht automatisch ablaufen – wie durch Zauberei und über die Köpfe der Menschen hinweg. Nein, wenn die vom Schöpfer gewollte Würde des Menschen gilt, dann geht das nur, wenn es von Menschen gewollt und getragen wird!

Das ist dann die Chance einer neuen Welt, in der nicht mehr der Tod herrscht, sondern das Leben! Und da wird auch deutlich, warum bis heute eher der Tod die herrschenden Kräfte darstellt. Das bringen halt nicht die besten Fähigkeiten zustande und nicht die besten Gesinnungen. Nein, nur eine grenzenlose Liebe ist dazu imstande: eine bedingungslose, unbedingte, voraussetzungslose, absolut zuverlässige Liebe, die bereit ist, sich verwunden und ausnutzen zu lassen und dann trotzdem unvermindert weiter zu wirken. Paulus sagt von ihr in seinem ersten Brief an die Korinther: „Sie erträgt alles.“ Jesus bringt solche Liebe auf – auf der Grundlage eines mächtigen Vertrauens zum Vater: „Er wird mir helfen; darum wird die Schande nicht mein Ende sein“, hieß es im Prophetenbuch (Jesaja 50,7).

So nimmt er alles in Kauf: Todesangst, Erniedrigung, Spott und Hohn, Folter, Hinrichtung am Kreuz. Er weiß: Seine Hingabe wird zum allen Hunger stillenden Brot für die, die sich auf ihn einlassen und deshalb auf ihn hören. „Nehmt und esst!“ sagt er (Matthäus 26,26). Er weiß, dass das Vergießen seines Blutes zur Quelle neuer Lebensfreude für alle Elenden wird, die sich von ihm retten lassen wollen – zum Wein, „der des Menschen Herz erfreut“ (Psalm 104,15), wie die Bibel sagt: „Nehmt und trinkt!“ sagt er (Matthäus 26,27).

Wunderbar, göttlich, herrlich – für alle, die auf ihn hören und sich nicht mehr von allen möglichen niederdrückenden Kräften leiten lassen, sondern von Ihm!

Da geschieht endlich Veränderung, Heilung. Da fängt die neue Welt an, die er zugesagt hat:

Glück, Freiheit, Gerechtigkeit, Frieden, Vertrauen, Hoffnung, Liebe, Gesundheit, …

Und wo immer er mit seinem Angebot heilender Veränderung ernst genommen wird und Menschen sich darauf einlassen, also die Lösung der Probleme im Hören auf Ihn angehen, da kann er die unbändige Kraft seiner Liebe zeigen.

Jetzt ist die Zeit dafür – hier und heute – bei uns und überall!

Den Barriere-freien Zugang (finanziert durch den Erlös aus dem dafür betriebenen Biergarten auf der Gemeindewiese im Sommer 2013) haben wir heute in Gebrauch genommen.

(Jesus hatte ja schon immer eine Vorliebe für alle, die in ihrem Leben mit der Behinderung durch alle möglichen Barrieren zu leiden haben.)

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Rainer Petrak