Blogbeitrag

Verhinderte Maria

3. Oktober 2010

Eigentlich waren wir uns ja einig geworden: Es wäre schön, nach dem Gottesdienst noch etwas beisammen zu bleiben – an der Theke oder am Tisch im Gemeindezentrum oder auf der Wiese – bei einem Kaffee oder einem Glas Wein … – einfach um miteinander zu reden oder auch um die eine oder andere Bemerkung zum Gottesdienst oder zur Predigt auszutauschen, während die Kinder unten oder draußen spielten oder sich in der Bücherei etwas zum Lesen aussuchten.

Das war eine lebendige Ergänzung zu der doch ein wenig einseitigen Art der „Gemeinschaft“ im Gottesdienst.

Viele von uns gab es, die dabei andere vermissten, weil sie nach dem Gottesdienst schnell verschwanden.

Frau S., eine der Aktiven, mit der manche gerne mehr persönlichen Kontakt gehabt hätten: „Ja, sicher ist es schön, mit den anderen noch zusammenzusitzen, und ich möchte es auch gerne. Aber ich muss nach dem Gottesdienst nach Hause. Mein Mann erwartet, dass um 12 Uhr das Essen auf dem Tisch steht.“

Zwei Seelen … ach … – Als sich ihre Lebensumstände änderten, war Frau S. Jahre später regelmäßig dabei.

(Aus dem Buch „Den Retter-Gott ranlassen. Damit Kirche wirklich Kirche ist“ Kapitel 3 „Druck gibt’s immer. Gönn dir das Not-Wendige!“)

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Rainer Petrak