Blogbeitrag

Diese Wirtschaft tötet

Verrat an der Solidarität!

20. März 2015

Die auf die Gewalt des kapitalistischen Bankensystems auch mit Gewalt antworten, sind Solidaritäts-Lemminge. Sie lenken ab von den drängenden Themen, die tatsächlich nach einem starken Solidaritäts-Aufgebot geradezu schreien. Was sie am 18. März getan haben, ist nicht Widerstand gegen Bankengewalt, sondern Begünstigung und Kumpanei mit der EZB; dem „Herzen der Bestie“ haben sie Futter geliefert. Wer den Fußball abschaffen will, wird dafür nicht ein Fußball-Match gegen eine FIFA-Mannschaft eingehen, um sie zu besiegen. Nein, die Opfer der EZB-Politik, denen Solidarität gezeigt werden sollte, sind wieder mal die Dummen.

Die Zeichen sind deutlich genug, an denen zu sehen ist, dass hier nicht internationale Solidarität gemeint war, sondern Lust an der Gewalttätigkeit. Worin liegt da noch der Unterschied zur kapitalistischen Gewalt! Schluss jetzt mit der Augenwischerei! Wer einen Molotow-Cocktail auf ein Polizeiauto wirft, in dem ein Mensch sitzt, hat sein Recht auf demokratische Respektierung verspielt. Blockupy, statt mit demokratischen Mitteln zu kämpfen und für die Achtung ihres „Aktionskonsens“ zu sorgen, hat sich diskreditiert: hat sich von vornherein bis hinterher nicht ausreichend von den Gewalttätern abgegrenzt. Jede Gruppierung, die mit Blockupy zu diesem Aktionstag aufgerufen hat, schädigt ihre Vertrauenswürdigkeit, wenn sie sich nicht eindeutig distanziert. Bei mir löst, was geschehen ist, eher eine Solidarisierung mit der Polizei aus als mit diesen Pseudo-Solidaritäts-Paten!

Die Solidarität braucht eine neue Chance; Blockupy hat sie verspielt. Die Bewegung muss sich neu organisieren.

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Rainer Petrak